Der weib­li­che Übergang

2. Jul 2021

News-Arti­kel

Das Selbst abhan­den­ge­kom­men – Per­spek­ti­ve ver­lo­ren – Power verschwunden

Der weib­li­che Übergang

Fall­bei­spiel Lisa M.*, 52 Jahre

 

In die­sem Arti­kel liest Du über Lisa’s Geschich­te und ihren DOA­CHING-Weg. Anhand ihres Bei­spiels erfährst Du, was vie­len von uns Frau­en etwa in der Lebens­mit­te begeg­net und mit wel­chem Ver­ständ­nis ich in mei­ner Arbeit als Hal­tungs-Coach dabei vorgehe.

 

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Lisa kon­tak­tier­te mich im März die­ses Jah­res per E-Mail. Sie habe mich in einem Online-Coa­ching erlebt und wolle nur mal nach einem klei­nen Tipp fra­gen. Sie sei immer so stark, extro­ver­tiert, fröh­lich, vol­ler Power und Ener­gie gewe­sen, mit­ten im Leben und ganz vorne mit dabei. Heute frage sie sich immer häu­fi­ger, wer sie eigent­lich ist.

 

Sie fühle sich manch­mal so ver­lo­ren, aus­ge­laugt, aus­ge­brannt sogar, und zwei­fe­le immer mehr an sich, was jetzt eigent­lich noch kom­men soll. Das Selbst abhan­den­ge­kom­men – Per­spek­ti­ve ver­lo­ren – Power ver­schwun­den. Frus­triert sei sie und trau­rig, dass sie kei­nen kla­ren Weg mehr vor sich sieht. All‘ die Mühen und jetzt?!

 

Lisa ist 52 Jahre alt und eine Power­frau, wie sie im Buche steht. Wow, denkt man sich, diese Frau weiß genau, was sie will. Tat­säch­lich ist es hin­ter der Fas­sa­de gar nicht mehr so schil­lernd und ener­ge­tisch, stolz und auf­recht. Dabei wünscht Sie sich diese Hal­tung zurück – mehr noch: Es soll anders wer­den, bes­ser und zwar end­lich für und mit sich selbst.

 

Sol­che und ähn­li­che Anfra­gen errei­chen mich nun immer häu­fi­ger. Viel­leicht ist es auch so, dass ich inzwi­schen Mus­ter und Struk­tu­ren, Par­al­le­len und Ana­lo­gien zuneh­mend bes­ser erken­ne. Auch haben wir Frau­en nicht 100 ver­schie­de­ne Pro­ble­me, son­dern im Kern eini­ge weni­ge, die uns alle berüh­ren und errei­chen. Selbst­re­dend ist die Geschich­te und der Umgang damit höchst­in­di­vi­du­ell. Deine Lösungs­stra­te­gien hast Du schon immer intui­tiv gewählt und tust es bis heute. Ich behaup­te, dass gera­de wir Frau­en mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit irgend­wann im Leben an einen Punkt gera­ten, an dem wir fest­stel­len „so kann es nicht wei­ter­ge­hen“ und hin­ter­fra­gen „Wer bin ICH über­haupt? Was sind meine Wün­sche und Bedürf­nis­se? Und wer will ich im wei­te­ren Ver­lauf mei­nes Lebens sein?“.

 

Ich nenne es „Der weib­li­che Über­gang“ – es hat zwar mit dem Alter, aber noch wenig mit dem Altern an sich zu tun. Es ist eher die Erkennt­nis und das Bewusst­sein, dass das eige­ne Leben end­lich ist, dass man keine Ewig­keit mehr vor sich hat und dass man bis­her viel zu sehr im Außen tätig war. Immer für die ande­ren. Für die Kin­der, den Part­ner, die Eltern, das Team, für das Unter­neh­men. „Ich mach’s uns allen schön!“ ist ein Satz, der lange gut funk­tio­niert hat; aber nun aneckt, sich sträubt und schmerzt, als wür­den man ver­su­chen, lie­be­voll einen Kak­tus zu umar­men. Ratlosigkeit.

Dazu begeg­ne­te mir neu­lich das soge­nann­te „Lebens­rad“ noch ein­mal bewusst und hat mich in sei­ner Theo­rie gleich fas­zi­niert: Das Leben kann man getrost in 7-Jah­res-Abschnit­te ein­tei­len und sich dann wun­dern, wie gut das tat­säch­lich zum eige­nen Leben passt: In Lisa’s Phase, dem 8. „Lebens-Jahr­s­iebt“, ist dies eine bemer­kens­wer­te Erläuterung:

 

„Die End­lich­keit des Lebens wird sicht­ba­rer. Mit dem typi­schen Beginn der Mid­life Cri­sis um das 42. Lebens­jahr (bis etwa zum 56.), wenn die erste Lebens­hälf­te unwi­der­ruf­lich über­schrit­ten wird, beginnt dann eine Phase psy­chi­scher Ver­un­si­che­rung. Ein Tal zeich­net sich ab: Wis­sen ver­al­tet, ein Defi­zit an Work-Life-Balan­ce macht unzu­frie­den – alles läuft auf eine tiefe Sinn­kri­se zu. Die nicht sel­ten in einer Umori­en­tie­rung endet.

Um das 49. Lebens­jahr muss ein neuer, ver­lang­sam­ter Rhyth­mus im Leben gefun­den wer­den, der dem phy­si­schen Abbau ent­spricht. Die Sin­nes­or­ga­ne las­sen in ihrer Wahr­neh­mung nach und so fin­det eine stär­ke­re inne­re Ein­kehr statt. Es ist auch die Zeit, sich mit sei­nen bis­lang ver­dräng­ten Schat­ten aus­ein­an­der zu set­zen und sich mit die­sen wei­ter zu ent­wick­len. Der Fokus ver­legt sich auf die geis­ti­ge Ent­wick­lung.“ (Quel­le: E. Eberts, S. Ruhl, Apr 14, 2020, Blog-Arti­kel Lern­ein­heit Bio­gra­fie­ar­beit – Von 7 Jahre Zyklen und den 7 Stu­fen der Moral)

 

Nach eini­gen Mails war klar, dass Lisa einen neuen Weg für sich beschrei­ten und fin­den woll­te. Denn viel „wol­len“ und „wün­schen“ war ja immer noch in ihr – die beste Vor­aus­set­zung für ein Coa­ching. Ledig­lich die Rich­tung und das „Ich bin“ waren unklar. Und so notier­ten wir auch bald ihren Wunsch wie eine große, neue Lebens-Über­schrift: „Mehr Leich­tig­keit und Klar­heit auf dem Weg zu mir Selbst“.

 

Auf Lisa‘s DOA­CHING-Reise, bei der ich mich als Beglei­te­rin ver­ste­he, war es (wie in jedem Coa­ching) wich­tig, dass sie die Rei­seh­ö­he und auch Tauch­tie­fe bestimmt. Ich weise auf etwas in, ich gebe Ideen, Impul­se und Blick­rich­tun­gen – aber ohne Lisa geht es nicht. Als Coach kann ich nichts für sie ändern.

 

Mit Hilfe mei­nes „Werk­zeug­kof­fers“ aus den Berei­chen NLP, sys­te­mi­sche Fami­li­en- und Orga­ni­sa­ti­ons­stel­len, sys­te­mi­sches Coa­ching und Hyp­no­se und Tran­ce im Coa­ching gin­gen wir Schicht für Schicht, lie­be­voll, sacht und auf­merk­sam, vor: Wo kommst Du her? Wer und was hat Dich im Leben geprägt? Was sind Deine Glau­bens­sät­ze und Deine kind­li­chen Über­le­bens­stra­te­gien? Was darfst Du anschau­en, lösen, los­las­sen, von den Schul­tern und der Seele neh­men? Was darf sich neu und gut ord­nen? Was ist Deine Essenz? Was sind Deine Wün­sche? Was möch­test Du als nächs­tes erle­ben, erschaf­fen, erreichen?

 

Lisa’s Weg ist nach 12 DOA­CHING-Ses­si­ons nicht zu Ende. Jedoch WEISS sie nun viel mehr über ihre Prä­gun­gen, Umstän­de, Mus­ter und Ver­hal­tens­wei­sen, konn­te Ener­gie­räu­ber und Ungu­tes end­lich erken­nen, los­las­sen, lösen und auf­räu­men. Sie weiß, wie sie ihr Mind­set trai­niert und wie es ihr gelin­gen kann, ihren eige­nen FOKUS bewusst und posi­tiv zu setzen.

 

Allein die Erkennt­nis und das Wis­sen über sich, ihre Hin­ter­grün­de und Zusam­men­hän­ge hat ihr Leben und ihr „ICH BIN“ maß­geb­lich ver­än­dert. Unum­kehr­bar. Die­sen Weg beschrei­test Du, wenn, dann für immer.

 

Ich stehe mich Lisa noch immer in Kon­takt – und ich freue mich unglaub­lich, wie gut es ihr geht mit ihrem neuen „ICH BIN“.

 

Lass es Dir gut­ge­hen – und nicht ver­ges­sen, Hal­tung ist eine Frage der Haltung,

Namas­té,

 

Deine Kirs­ten

 

(*Name geän­dert)

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