Wie komme ich ins tun

5. Mai 2019

Wie komme ich ins Tun? oder Am Ende: MUT.

Manch­mal hat man ja Toma­ten auf den Augen… oder einen Kno­ten im Gehirn – oder bei­des. Ewig krei­sen die Gedan­ken im Kopf; mache ich das Rich­ti­ge, ist der Job es wert, soll­te ich nicht auch meine Beru­fung fin­den, warum tue ich mich so schwer? Ande­ren Han­seln scheint das so leicht zu gelin­gen, obwohl man das sel­ber doch auch und viel­leicht noch bes­ser könnte.

So ging es mir auch vor eini­ger Zeit. Meine Gedan­ken waren in etwa so:

Woran liegt es nur… Wenn ich eine Aus­zeit vom Job nehme, ich in ein ande­res TUN kom­men möch­te, ich schließ­lich tat­säch­lich MEINE Idee erar­bei­tet habe (ja, das ist meist auch Arbeit, es sei denn, du bist einer von den Träu­mern und Duschern, die ein­fach so Geis­tes­blit­ze erfah­ren), schaf­fe ich es dann allei­ne? Die Posi­tio­nie­rung des neuen Ich, das rich­ti­ge, das echte Ich. Das braucht doch Hand und Fuß! Dann müss­te mir jemand hel­fen, die Idee auf die Stra­ße zu brin­gen…, was das kos­tet! Die­ses ganze Geld! Geeeeeld! Wer hat das schon! Aus­stat­tung, Mate­ri­al, Equip­ment, Mit­ar­bei­ter, einen Raum, Logo, eine Home­page, Geschrie­be­nes – jeeeeede Menge Geschrie­be­nes für Posts, Blogs, Arti­kel, Bei­trä­ge, Text für die Home­page, Texte für das Pro­fil, Texte für die Inter­es­sen­ten, Texte für mein Gewis­sen und Texte für mei­nen Kopf. Schö­ne Texte, lang, kurz, lus­tig, ernst, mit Wis­sen, mit Neuem. Nur wer schreibt, der bleibt. So heißt das doch. Und nicht: Wer nicht schreibt, kann trotz­dem mitmischen.

Woher also bloß die Zeit dafür neh­men und über­haupt: Zeit! Zeit an sich kos­tet ja schon so viel! Geld näm­lich, weil man ent­we­der als Selb­stän­di­ge ansons­ten in die­ser Zeit nichts ver­dient oder / und, weil man Bera­tung braucht, einen Men­tor oder gar einen Baby­sit­ter, für die freie Zeit eben. Viel­leicht auch Geld für die Phy­sio, den Psy­cho und die Phar­ma, weil am Ende der Rücken krumm und das Hirn noch ver­kno­te­ter ist…

Acht­sam­keit? Ja, ja, da will ich ja hin, denkst du, nur noch kurz das Hirn matern, wie der Weg aus­sieht; wo ist er bloß, MEIN WEG, ich sehe ihn nicht. Ver­dammt. Vor lau­ter Bäu­men? Habe ich zu viele Bäume?!

Was würde ich dir also raten?

Hab Geduld. Gehe es ruhig an. Sorge für mini­ma­le finan­zi­el­le Sicher­heit, so dass du deine lau­fen­den Kos­ten (alle, auch die Urlau­be und geshopp­ten Schu­he!) abde­cken kannst. Sei gewapp­net, dass gute und schlech­te Tage kom­men wer­den. Viele schlech­te – weil man doch so vie­les mit sich selbst und dem eige­nen Kopf aus­macht. Alles ande­re würde womög­lich wie­der­um Geld kos­ten – genau das hast du nicht in deine finan­zi­el­le Sicher­heit hin­ein­ge­rech­net. Wie­der ver­dammt. Und der Kopf, ja, der sagt sowie­so, „Schaff’ es allei­ne, schaff’ es allei­ne, schaff’ es allei­ne! Ver­dammt, schaff’ es gefäl­ligst allei­ne und JAM­MER’ NICHT SO RUM!!!“

Du hast das Gefühl, die ande­ren haben mehr Ener­gie? Bull­shit, sagt da wie­der der Kopf, Du hast nur zu wenig Biss, mach’ es noch här­ter, streng dich eben mehr an – aber!: sei dabei gefäl­ligst noch eine gute Mut­ter, hab’ Zeit für deine Kin­der, sei eine gute und hüb­sche Ehe­frau – denn Liebe ist ja Arbeit, Arbeit, Arbeit nach Hape Ker­ke­ling – und habe ein­fach Power. Punkt.

Liebe – Aner­ken­nung – Zuge­hö­rig­keit: Diese große Sehn­sucht eint uns Men­schen – sie trifft dich ins Herz.

…Kacke, sagt der Kopf. So wird das nichts.
So wird kein Schuh draus. Und erst recht kein geshoppter…

83 oder viel­leicht auch 798.685 Sei­ten hast du schon voll geschrie­ben. Dich ana­ly­siert, ver­stan­den, schluss­ge­fol­gert, her­aus­be­kom­men, ans Licht gebracht, zu Übun­gen und Kleinst­schrit­ten umfor­mu­liert. 2,3 kleinst­tei­ligs­te Mosa­ik­bild­chen ange­malt, und, weil es nicht schnell genug ging, wie­der auf­ge­hört. Das macht einen ja ganz fim­me­lig. Gutes von A bis Z auf­schrei­ben und die Rosi­ne ewig anstar­ren und kne­ten… Also dafür hast du nun wirk­lich keine Zeit.

Achso, darum geht’s?! Mist. OK. Beim nächs­ten Mal. Aber kann ich jetzt… ich muss dann mal wieder…wegen… naja, weißt’ schon.
Woran hakt es denn eigentlich?

Am Ende: Mut.

„Wenn das Wört­chen wenn nicht wäre…“ Ich denke, es soll­te hei­ßen, wenn das Wört­chen ABER nicht wäre, nicht die Dimen­si­on ZEIT und nicht die unter­mi­nie­ren­de Cha­rak­ter­ei­gen­schaft MUT. Habe den Mut, dir die Zeit zu neh­men und Feh­ler zu machen. Your choice.

Bera­ter – Mut, darum zu bitten

Du bist so oft für deine Fami­lie da, ver­mut­lich noch für die Tan­ten und Anver­wand­ten, du hörst auf­rich­tig zu und berätst deine Freun­de und Freun­din­nen wirk­lich gerne, weil du dar­aus auch Ener­gie und Kraft schöpfst. Nun ist es an der Zeit, dass DU DIR Hilfe und Mei­nun­gen dazu holst. Ein per­sön­li­ches, pri­va­tes Bera­ter­team, das dich gerne und wohl­wol­lend, aber durch­aus kri­tisch unter­stützt und begleitet.

Test­per­so­nen – Mut, es an ande­ren auszuprobieren

Hat deine neue smar­te Selb­stän­dig­keit mit Men­schen zu tun, suche dir Test­per­so­nen. Ja, Test­per­so­nen! Und lasse dir das hono­rie­ren, mit einem Kaf­fee, Scho­ko­la­de, Blüm­chen – was auch immer, denn, wenn du wirk­lich etwas bei die­sem Men­schen erreichst, nimm’ ihr/ihm seine Schuld („Oje, jetzt bin ich dir aber was schul­dig!“) mit Café au lala­bim, hand­ver­führ­ter Cho­co­lat Neu­ro­ti­ka oder Pril de Prüme. Egal.

Mini­mal valu­able pro­duct – Mut, unper­fek­tes anzubieten

…mein neues Lieb­lings­wort, was ich kaum aus­spre­chen kann, wel­ches mir aber Hoff­nung gibt: Das „mini­mal valu­able pro­duct“. Wenn es so ein tol­les Wort gibt, muss es ja gera­de­zu Sinn machen und eine Daseins­be­rech­ti­gung haben! Dein Pro­dukt (was immer das ist) muss nicht per­fekt, final oder in 13 Vari­an­ten vor­lie­gen. Fange mit n = 1 an. 1. Das soll­te zu schaf­fen sein.

Wann, wenn nicht jetzt – Mut und Zeit, nicht-ver­dien­tes Geld zu investieren

Alles beginnt mit dem kleins­ten Schritt. Stift. Zet­tel. Hirn. Tele­fon. Inter­net. Rich­te dir feste Zei­ten ein – was sind 10 Minuten?

Aber das MUSS sein. Hirn, Zet­tel, Stift. Ja, digi­tal geht’s auch – mit der Hand geschrie­ben geht’s aber bes­ser, denn das Hirn sagt, was die Hand schrei­ben soll / wie der Stift geführt wer­den muss. Das ist Arbeit – aber wenn Du Dir etwas lang genug, oft genug, inten­siv genug, mit genü­gend Über­zeu­gungs­kraft sagst (auf­schreibst), wirst du es frü­her oder spä­ter glau­ben (und damit sind wir bei NLP und ich danke Coach und Men­tal­trai­ner Chris­ti­an Bisch­off für die Leih­ga­be sei­nes Lieb­lings­satz’, denn er stimmt). Zuge­ge­be­ner­ma­ßen wuss­te das bereits ca. 1980 mein Lieb­lingson­kel Willy, als er in mein 1. Poe­sie-Album schrieb:

„ICH WILL – dies Wort ist mäch­tig, sprach’s Einer ernst und still. Die Ster­ne holt’s vom Him­mel dir, dies klei­ne Wort ICH WILL!“

(Eli­gius Franz Joseph Frei­herr von Münch-Bellinghausen)

Kil­ler­fra­gen – Mut, es selbst zu hinterfragen

Müt­zen­wech­sel. Immer mal wie­der soll­test du dei­nen Hut in den nicht-vor­han­de­nen-Ring wer­fen und dir eine neue Mütze auf­set­zen. Bild­lich, gedank­lich, von mir aus real. Du bist jetzt nicht mehr du selbst – und den­noch bei Sin­nen –; du wirst zur Kri­ti­ke­rin, zum Kunden/Klienten, zum Pes­si­mis­ten und zum Optimisten.

Ist deine Idee ein Thema? Passt es zu dir? Hast du Quel­len? Ist es auto­ma­ti­sier­bar? Ist es ein Busi­ness? Hast du einen Markt­zu­gang? Hast du Lust auf das Mar­ke­ting? Kannst du es steuern?

Am Ende: Mut.

Am Ende wird alles Mut, Par­don, gut,
Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.

Ich helfe dir gerne auf dei­nem Weg – mit DOA­CHING und muti­ger Hal­tung zu dei­nem neuen Ziel.

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