13 Fra­gen – an eine selbst­stän­di­ge Psy­cho­lo­gin und Trainerin

Jun 25, 2020

Meine gute Freun­din A. ist 54 Jahre alt und selbst­stän­dig tätig als Psy­cho­lo­gin und Trai­ne­rin. Ich habe sie eben­falls mit den „13 Fra­gen – von Mensch zu Mensch“ gelöchert.

 

(1) Erzäh­le etwas über Dich! Wo, wie und mit wem lebst Du?

Ich wohne allei­ne in einer Miet­woh­nung. Ich bin in einer lang­jäh­ri­gen Partnerschaft.

Was war

(2) Wie war Dein Leben, Dein All­tag VOR Corona?

Als selb­stän­di­ge Psy­cho­lo­gin und Trai­ne­rin war ich beruf­lich viel auf Geschäfts­rei­sen in Deutsch­land unter­wegs. Ich habe Semi­na­re gege­ben und stän­dig viele Men­schen ken­nen­ge­lernt. Das Leben war inten­siv, schnell­le­big, auf­re­gend und auch stres­sig. Ich fand es klas­se, weil es genau mei­nen Nei­gun­gen und Bedürf­nis­sen ent­spricht. Der Aus­tausch und die Begeg­nung mit Men­schen in Semi­na­ren und Work­shops ist sehr interessant.

Was ist

(3) Was hatte sich seit der Qua­ran­tä­ne / im Lock­down für Dich ver­än­dert? Wel­che Ein­schrän­kun­gen hast Du erlebt?

Ab Mitte März durf­ten auf­grund der Aus­gangs­be­schrän­kun­gen keine Semi­na­re mehr gege­ben wer­den. Bis zuletzt konn­te ich mei­nen Beruf als Trai­ne­rin nicht aus­üben. Im vol­len Tun wurde ich abrupt durch die Ein­schrän­kun­gen aus­ge­bremst. Pri­vat fand ich es auch sehr bedau­er­lich, dass Kon­takt­be­schrän­kun­gen in Deutsch­land vor­ge­schrie­ben wur­den. Tref­fen mit ande­ren Men­schen soll­ten ver­mie­den werden.

(4) Wie sah ein GUTER Tag in die­ser (Coro­na-) Zeit aus?

Ich gehe viel in der Natur spa­zie­ren, Fahr­rad fah­ren und den Früh­ling genie­ßen. Das tut gut und erhöht die kör­per­li­che Kondition.

(5) Wie sah ein schlech­ter Tag in die­ser Zeit aus?

Ich mache mir Sor­gen um meine beruf­li­che Zukunft. Um meine Gesund­heit mache ich mir keine Sor­gen. Ich bin topfit.

(6) Was for­dert Dich aktu­ell am meis­ten? Was ist Deine größ­te Herausforderung?

Die Unge­wiss­heit und Unsi­cher­heit wie und wann es beruf­lich als Trai­ne­rin in ver­trau­ter Weise wie­der wei­ter­geht und wann die nächs­ten Semi­na­re tat­säch­lich stattfinden.

(7) Wovon möch­test Du weni­ger / mehr?

Ich möch­te mehr Plan­bar­keit und beruf­li­che Sicherheit.

(8) Was macht Dich trau­rig? Was ist schwer für Dich? Was macht Dir Angst?

Die Unge­wiss­heit wie lange die Pan­de­mie dau­ern wird und der direk­te Ein­fluss auf unse­ren ein­ge­schränk­ten All­tag. Die Staats­ver­schul­dun­gen sind so extrem hoch, dass man sie sich nicht mehr vor­stel­len kann. Wie wer­den wir in Zukunft leben und arbeiten?

(9) Was macht Dich glück­lich? Wor­auf bist Du stolz? Wofür bist Du dankbar?

Ich bin dank­bar dafür, dass ich seit März so viel fri­sche Luft in der Natur getankt habe. Ich habe viel mit Freun­den und Bekann­ten tele­fo­niert und schö­ne Gesprä­che geführt. Das hat rich­tig gut­ge­tan. Mein Part­ner hat mich in der Zeit unter­stützt und ich habe ihn unterstützt.

Was kommt

(10) Was ver­än­dert sich dau­er­haft für DICH / für UNS?

Ich wün­sche mir, dass der Mensch aus Feh­lern lernt und die Pan­de­mie zum Umden­ken und ver­än­der­ten Han­deln auf der Welt führt. Wir haben nur einen Pla­ne­ten und wir gehen ver­dammt schlecht damit um. So viele Abläu­fe sind aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten. Ein klei­ner Virus ist eine Zen­sur für die gesam­te Welt.

(11) Was hast Du Dir für die Zeit „DANACH“ gewünscht? Wor­auf hast Du Dich beson­ders gefreut?

Ich freue mich über neue Job­mög­lich­kei­ten als Trai­ne­rin und Bera­te­rin. Ich freue mich dar­auf, wie­der in Prä­senz­se­mi­na­ren mit mei­nen Teil­neh­mern span­nen­de Semi­na­re durchzuführen.

(12) Gab es im Lock­down schon kon­kre­te Pläne, Ter­mi­ne, Beruf­li­ches für „danach“?

Ich arbei­te gera­de an einer bes­se­ren Ver­net­zung mit Kun­den, Kol­le­gen, neuen Auftraggebern.

Deine Bot­schaft

(13) Was möch­test Du noch mit­tei­len? Was möch­test Du ande­ren mit­ge­ben? Hast du einen TIPP?

Am wich­tigs­ten ist der Kon­takt, die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ande­ren. Nur zusam­men las­sen sich die Pro­ble­me auf die­ser Welt lösen.

Danke Dir für die­ses Interview!

(Darm­stadt, im Juni 2020)