13 Fra­gen – an eine selbst­stän­di­ge Beraterin

24. Jun 2020

Elke aus Darm­stadt ist 52 Jahre alt, ver­hei­ra­tet, hat zwei Kin­der (14 und 15 Jahre) und arbei­tet als selbst­stän­di­ge Bera­te­rin. Für sie hatte der Coro­na Lock­down auch etwas Gutes: „Mein Her­zens­pro­jekt, ein Buch zu schrei­ben, habe ich in sechs Wochen umgesetzt!“

 

(1) Erzäh­le etwas über Dich! Wo, wie und mit wem lebst Du?

Ich lebe mit mei­ner Fami­lie in Darm­stadt, in einem Haus mit schö­nem Garten.

Was war

(2) Wie war Dein Leben, Dein All­tag VOR Corona?

Mein Leben war sehr schön, ich bin stets dank­bar, wie gut es mir geht, gesund­heit­lich, beruf­lich und pri­vat. Ich hatte seit mei­ner Selbst­stän­dig­keit immer viel zu tun, und Beruf­li­ches und Pri­va­tes unter einen Hut zu bekom­men mit vol­lem Ter­min­ka­len­der war immer eine Herausforderung.

Was ist

(3) Was hatte sich seit der Qua­ran­tä­ne / im Lock­down für Dich ver­än­dert? Wel­che Ein­schrän­kun­gen hast Du / habt ihr erlebt?

Ich habe beruf­lich in der Lock­down-Zeit sicher sechs Wochen fast gar nicht mehr gear­bei­tet. Das tat mir einer­seits sehr gut, ande­rer­seits habe ich gera­de die Aus­bil­dungs­kur­se und den sozia­len Kon­takt ver­misst, den ich über die Wei­ter­bil­dun­gen immer habe. Ich habe soviel in Ruhe gekocht, wie noch nie. Ich habe im Gar­ten Work­outs gemacht und ging viel jog­gen, das war toll. Zudem haben wir einen sehr gro­ßen Gar­ten – den genie­ße ich natür­lich immer noch. Das Beste: Mein Her­zens­pro­jekt, ein Buch zu schrei­ben, habe ich in den sechs Lock­down-Wochen end­lich umgesetzt.

(4) Wie sah ein GUTER Tag in die­ser (Coro­na-) Zeit aus?

Ein beson­ders guter Tag war, wenn die Sonne schien, ich gut geschla­fen hatte, mir ein lecke­res Früh­stück gemacht hatte und ich mit einem Cap­puc­ci­no im Bett sit­zend wei­ter an mei­nem Coa­ching-Buch tip­pen konn­te. Ich schaff­te es dann auch, ent­spannt etwas leck­res zu Kochen und ein klei­nes Work­out im Gar­ten zu machen. Am Abend saß ich dann mit einem Glas Rosé in die Abend­son­ne und genoss mei­nen schö­nen, erfolg­rei­chen Tag.

(5) Wie sah ein schlech­ter Tag in die­ser Zeit aus?

Schlech­te Tage waren, wenn ich das Gefühl hatte, jeder Tag ist gleich, es pas­siert nichts, wenn ich spür­te, dass ich mich daran gewöh­ne und noch nicht mal Lust hatte auf sozia­len Kon­takt, mich zurück­zog und leich­te depres­si­ve Ver­stimmt­hei­ten spürte.

(6) Was for­dert Dich aktu­ell am meis­ten? Was ist Deine größ­te Herausforderung?

Meine Aus­bil­dungs­kur­se wie­der ter­min­lich und in Prä­senz­form umzusetzen.

(7) Wovon möch­test Du weni­ger / mehr?

Da fällt mir spon­tan nichts ein.

(8) Was macht Dich trau­rig? Was ist schwer für Dich? Was macht Dir Angst?

Angst habe ich keine. Ich kann mir aktu­ell nicht vor­stel­len, wie­der in die­sen – vor Coro­na – Tur­bo­mo­dus zu kom­men und ich möch­te es auch nicht.

(9) Was macht Dich glück­lich? Wor­auf bist Du stolz? Wofür bist Du dankbar?

Ich bin für sehr vie­les dank­bar! Das Gefühl der Dank­bar­keit ist unab­hän­gig von der Coro­na-Krise. Natür­lich weiß ich, wie pri­vi­le­giert wir hier leben: Ein Haus mit Gar­ten, keine finan­zi­el­len Nöte, wir sind alle gesund!

Was kommt

(10) Was ver­än­dert sich dau­er­haft für DICH / für UNS?

Es wird span­nend zu sehen sein, inwie­weit sich durch die Pan­de­mie ggf. unse­re sozia­len Nor­men ver­än­dert haben, zum Bei­spiel Hän­de­schüt­teln als Gebühr der Höf­lich­keit, sich umar­men … Die Unbe­fan­gen­heit ist weg. Die Rezes­si­on in Deutsch­land und in der Welt wird uns noch lange beschäf­ti­gen. Für mich per­sön­lich ändert sich nicht all zu viel. Aktu­ell schie­ßen immer noch Online-For­ma­te in der Wei­ter­bil­dung auf den Markt. Das finde ich einer­seits gut, ande­rer­seits erle­be ich auch einen Aktio­nis­mus aus wirt­schaft­li­chen Grün­den mit den Online-For­ma­ten, der mich ein­fach nervt.

(11) Was hast Du Dir für die Zeit „DANACH“ gewünscht? Wor­auf hast Du Dich beson­ders gefreut?

Ich freu­te mich beson­ders auf einen tol­len Restau­rant­be­such und auf schö­ne Rei­sen in schö­ne Hotels. Ich habe mich auch gefreut, meine Bera­ter­tä­tig­keit wie­der ver­stärkt live aus­füh­ren zu können.

(12) Gab es im Lock­down schon kon­kre­te Pläne, Ter­mi­ne, Beruf­li­ches für „danach“?

Nein, aber es ball­te sich alles, weil es aus­ge­fal­len war. Davor habe ich jetzt Respekt.

Deine Bot­schaft

(13) Was möch­test Du noch mit­tei­len? Was möch­test Du ande­ren mit­ge­ben? Hast du einen TIPP?

Ich hoffe, dass wir alle ver­nünf­tig blei­ben und eine gute Balan­ce fin­den zwi­schen Acht­sam­keit im Umgang mit­ein­an­der, bei­spiel­wei­se in Bezug auf Kon­takt- und Hygie­ne­re­geln; aber auch eine gewis­sen Locker­heit. Rund 60 bis 70 Pro­zent der Men­schen wer­den sich mit Coro­na infi­zie­ren. Das lässt sich nicht auf­hal­ten. Die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Maß­nah­men, auch für danach, soll­te im Blick bleiben.

Danke Dir für die­ses Interview!

(Darm­stadt, im Juni 2020)

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